Herzlich willkommen bei KONGO SOCIAL-CARE

FROHE WEIHNACHTEN 2025!

Warum engagiere ich mich für bedürftige Menschen in der DR Kongo?

Diese Frage wird mir oft gestellt, wenn ich von der dramatischen Lage vieler Menschen in der Demokratischen Republik Kongo berichte, die unter schwierigen Bedingungen oder gar in tiefer Armut leben. Ihr Schicksal lässt mich nicht unberührt.

Die beiden Kongokriege um die Jahrtausendwende haben mein Leben nachhaltig geprägt, während ich an der Universität Bonn promovierte. Der zweite Krieg, der beinahe internationale Ausmaße annahm, wurde von Susan Rice, der damaligen US-Staatssekretärin für afrikanische Angelegenheiten, sogar als „erster afrikanischer Weltkrieg“ bezeichnet.

Angesichts dieses Leids konnte ich nicht einfach so tun, als wäre nichts geschehen. Wie hätte ich meine akademische Forschung fortsetzen können, während gleichzeitig ein Kind an Malaria starb, weil Medikamente fehlten, oder eine schwangere Frau ihr Leben bei der Geburt riskierte, weil die medizinische Versorgung mangelhaft war? Diese Realität ließ mich nicht los – zumal sich die humanitären Krisen weiter verschärften, genährt durch Ernährungsunsicherheit und zuletzt durch die Ankunft von Mbororo-Viehhirten und südsudanesischen Flüchtlingen im Gebiet von Faradje in der Provinz Haut-Uele.

In jener schweren Zeit konnte ich nicht untätig bleiben. Als Geistlicher erhielt ich damals ein monatliches Taschengeld von 200 Euro und entschloss mich, diesen Betrag vollständig in den Kongo zu senden. Mit dem Geld wurden in Kampala (Uganda) ein Mikroskop sowie dringend benötigte Medikamente gekauft, die anschließend unseren Gemeinden zugutekamen. Mein Handeln entsprang reiner Menschlichkeit und war geprägt vom Vorbild meiner verstorbenen Eltern, Pascal und Rustika. Ihre Werte und ihre Liebe bleiben in meinem Herzen lebendig und leiten mich bis heute.

Leider hat sich die Lage seit mehr als zwei Jahrzehnten kaum verbessert. Am 17. September 2025 brachte eine junge Frau namens Julienne in einer unserer Kliniken per Kaiserschnitt ihren kleinen Sohn Alfred zur Welt. Doch sie durfte das Krankenhaus nicht verlassen, solange die Kosten in Höhe von 250 US-Dollar nicht beglichen waren. Als ich davon hörte, schickte ich sofort die erforderlichen Mittel an Herrn Godefroid Mikanda, den Klinikleiter – und Julienne konnte endlich mit ihrem Baby nach Hause gehen. Die Freude und Erleichterung dieser Mutter verdanken wir Ihrer Unterstützung. Dank Ihrer Spenden an Kongo Social Care e. V. haben eine Mutter und ihr Kind ihre Freiheit und neue Hoffnung zurückgewonnen.

Diese Erfahrungen und Erinnerungen tragen mich und schenken mir selbst Geborgenheit. Am 30. November 2025 hat der Advent begonnen – eine Zeit voller Bräuche und Traditionen, die uns Orientierung, Sicherheit und Halt geben, gerade in unsicheren Zeiten. Unser Blick richtet sich auf Weihnachten, und bis Heiligabend bleibt uns Zeit, uns innerlich vorzubereiten. Doch wie kann ich mich vorbereiten, damit das Kind Jesus einen Platz in meinem Herzen findet?

Ein modernes Ultraschallsystem „Alpinion X-Cube 60“ für den Kongo

In der Demokratischen Republik Kongo fehlt es unzähligen Menschen an grundlegender medizinischer Versorgung. Präzise Diagnosen, die über Leben und Tod entscheiden, sind für viele unerreichbar. Um dies zu ändern, benötigen wir dringend ein modernes Ultraschallsystem – das Alpinion X-Cube 60. Die Anschaffungskosten betragen 25.000 Euro. Jeder Beitrag, ob groß oder klein, bringt uns diesem Ziel näher und schenkt Menschen die Chance auf rechtzeitige Behandlung. Ihre Unterstützung macht den entscheidenden Unterschied: Gemeinsam können wir das Gerät finanzieren und die medizinische Versorgung langfristig verbessern. Wir haben die Kraft, Hoffnung zu schenken und Wege zu eröffnen – damit jeder Mensch im Kongo das erhält, was ihm zusteht: Würde, Gesundheit und Zukunft.

Mein neuer Doppelauftrag in Ostbelgien

Nach fast fünf erfüllten Jahren als Seelsorger für Studierende und junge Berufstätige in Lüttich beginnt für mich ein neues Kapitel. Ab Januar 2026 werde ich im deutschsprachigen Teil der Diözese Lüttich in Ostbelgien einen Doppelauftrag übernehmen. In der Pfarrei St. Vith im Dekanat Eifel werde ich künftig mit halber Stelle wirken und zugleich im Krankenhaus sowie im Altenheim seelsorglich präsent sein. Ich freue mich darauf, meine Erfahrungen und meine Leidenschaft für die Begleitung von Menschen dort einzubringen und gemeinsam mit den Gemeinden unterwegs zu sein.

Liebe Brüder und Schwestern,

ich wünsche Ihnen von Herzen eine frohe und gesegnete Weihnacht 2025. Seit 2004 stehen Sie den bedürftigen Menschen im Kongo treu zur Seite – ein Zeichen gelebter Nächstenliebe, das mich zutiefst bewegt und mich in meinem Einsatz stärkt.

Im Namen aller Mitglieder von Kongo Social Care e. V. danke ich Ihnen aufrichtig für Ihre langjährige Unterstützung. So erfüllt sich das Wort: „Das Volk, das im Dunkel lebte, hat ein großes Licht gesehen“ (Jesaja 9,1).

Im Vertrauen auf diese Verheißung bitte ich Gott, Sie im kommenden Jahr 2026 reich zu segnen – mit Gesundheit, mit Frieden und mit Freude in Ihrem Herzen.

Alles Gute und Gottes Segen. Bleiben Sie gesund!

Pater Badi O.P.

Foto: Julienne mit ihrem Baby Alfred, 17.09.2025
Foto: Julienne mit ihrem Baby Alfred, 17.09.2025

Ein Licht für den Kongo

Ein Licht für den Kongo.
In dunkler Nacht ein kleines Licht,
das Leid und Hoffnung überschicht.
Ein Kind wird frei, ein Herz wird warm –
durch Liebe, die den Schwachen nahm,
und sie zurück ins Leben trägt,
Denn Güte ist stärker als Leid.
Wo Menschen teilen, wächst ein Raum,
geboren aus dem alten Traum,
dass sich Frieden auf Erden zeigt,
und Gottes Liebe Wege zeigt.
So zünde ich ein Licht mit euch:
für Mutter, Kind und jedes Reich,
das Hoffnung braucht – so wie auch wir.
Gott segne euch im kommenden Jahr.
Er sei Licht und Trost und nah bei dir.